WARUM

Gütesiegel, Labels und Auszeichnungen im Nachhaltigkeitsbereich gibt es wahrlich nicht zu wenig – doch welche halten auch das, was sie versprechen? Und was versprechen sie überhaupt? Welchen kann „man“ vertrauen? Welche manch geheimnisvolle Titel/Abkürzungen stehen für was? Welche sind reine Marketing-Erfindungen hochbezahlter Agenturen, um auf der „grünen Welle“ die Absatzzahlen zu erhöhen? Wohlwissend, dass der Verbraucher schon längst den Überblick und Durchblick verloren hat…

 

Trotz – oder gerade wegen – der unübersichtlichen Label-Vielfalt wünschen sich über 60 % der Bevölkerung ein (Dach)Gütesiegel mit klarer Kommunikation und Aussagekraft. Natürlich seriös und unabhängig… Dies ergab eine jährlich in acht Ländern durchgeführte Marktforschungsstudie.

 

Genau hier wollen wir „Leuchttürme“ präsentieren. Wegweiser, die aus dem Unternehmen- und Produkte-Meer weit herausstrahlen! Unsere Organisation will mit der neu geschaffenen Dachmarke all jene hervorheben und ehren, die es bewiesen haben, wahrlich „grün“ zu sein. Dies unabhängig von Unternehmensgröße und Branche. Unser Bestreben ist auch, gerade kleinere und mittlere Unternehmen zu fördern und ins gleiche Rampenlicht zu stellen, wie es sich die „Großen“ durch hohe Werbebudget selbst ja leisten könnten … – aber damit eben auch der Eindruck einer „Selbstbeweihräucherung“ entsteht bzw. die große Gefahr des sog. Greenwashing.

 

Die wichtigsten Kriterien für seriöse Siegel / Auszeichnungen sind:

 

• Der Initiator sowie beteiligte Institutionen/Entscheider sind unabhängig

• Das Verfahren und die Beurteilungskriterien sind wissenschaftlich betreut/aufbereitet, transparent, nachprüfbar und werden unabhängig kontrolliert

• Die Vergabe erfolgt nach mehrstufigen Prüfungs-/Entscheidungsverfahren

 

Allen ausgezeichneten GREEN BRANDS ist eines gemein: sie müssen das unabhängige, aufwändige – und bis dato weltweit einmalige – Verfahren erfolgreich bestehen! Das internationale Auszeichnungsverfahren der GREEN BRANDS setzt als grüne Dachmarke sowohl im B2C- als auch im B2B-Sektor neue Maßstäbe und ist mit seinem präganten Gütesiegel hervorragend erkennbar. Der Wert des GREEN BRANDS Verfahrens wird durch zahlreiche Stellungnahmen dokumentiert.

Dr. Friedrich Hinterberger

President Sustainable Europe Research Institute (SERI); Wien

„Staatliche Umweltzeichen gibt es bislang nur wenige. Dafür gibt es immer mehr private Organisationen, die bemüht sind, diese Lücke zu füllen. Zertifikate wie Bio-, MSC, FSC-Siegel sind gute Ansätze, um Verbraucher über die Richtlinien der Produktion zu informieren und sie dabei zu unterstützen, umwelt- und sozialverträglich zu konsumieren. Der Erwerb dieser Labels ist allerdings oft teuer und nützt wegen der aufwändigen Zertifizierungs-Verfahren, die damit verbunden sind, der Industrie mehr als den KMU. Vor diesem Hintergrund engagiert sich GREEN BRANDS für eine ernsthafte, bezahl- und kommunizier-bare Alternative, die das Potential hat, Licht in den Dschungel der Nachhaltigkeitslabels zu bringen.
Bei der Entwicklung der Maßstäbe für „grüne Marken“ (GREEN BRANDS) stand ein Gedanke im Vordergrund: es geht nicht alleine um einzelne Kriterien wie Klimafreundlichkeit oder die Abwesenheit bestimmter Schadstoffe. So wichtig diese Aspekte sind: wirklich grüne Marken müssen sich in einem umfassenderen Sinn der ökologischen Herausforderung stellen. „

 

Ökologische Nachhaltigkeit sichtbar machen

 

Seit vielen Jahren denken wir am SERI darüber nach, wie Unternehmen ihre Kunden über den Ressourcenverbrauch informieren können, der mit der Herstellung von Produkten verbunden ist. Und wir haben dabei nicht nur die „nicht erneuerbaren Ressourcen“ im Auge, sondern auch die „Erneuerbaren“. Denn die Fläche auf denen sie wachsen sind begrenzt und wir müssen sie achtsam nutzen. Das gleiche gilt für frisches, nutzbares Wasser: Auch Wasser bildet sich im globalen Wasserzyklus immer wieder neu – ist aber – wie guter Boden in der Summe begrenzt und darf nicht über-nutzt werden.

 

Genau darum kümmert sich GREEN BRANDS: das Validierungsverfahren fragt nach dem Umgang der Unternehmen mit den natürlichen Ressourcen in allen wichtigen Kategorien. Diese Bemühungen sind wichtig und es ist zu hoffen, dass bald auch der Staat und die EU hier Maßstäbe setzen. Solange das nicht passiert, braucht es private Initiativen wie GREEN BRANDS, die als eine unabhängige, internationale Brand-Marketing-Organisation einen Beitrag zur Transparenz auf unseren „grünenden“ Märkten leisten und auch dazu beitragen, dass nicht mit „Greenwashing“ das Vertrauen der Verbraucher verspielt wird.

 

Bei der Erarbeitung der Standards war es SERI besonders wichtig, dass alle Unternehmen/Marken die sich der GREEN BRANDS-Familie anschließen wollen, belegen können, dass es ihnen mit der Ökologie wirklich ernst ist. Die Kriterien sollten aber nicht nur ökologische „Richtungssicherheit“ geben, sondern auch von kleinen Unternehmen erfüllt werden können, ohne dass sie dabei an Qualität verlieren.

Gerade bei kleineren Unternehmen und im Handel ist es wichtig, über den Zaun des eigenen Unternehmens hinaus zu blicken und die „ökologischen Rucksäcke“ zu beachten, die Produkte verursachen. Ökologisch und sozial relevant ist alles, was ein Unternehmen mit seiner Wertschöpfungskette bewirkt. Das heute angewandte GREEN BRANDS Verfahren ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg, dem Jahr um Jahr weitere folgen müssen. Wir halten es für denkbar auch soziale und wirtschaftliche Kriterien in Zukunft in das Verfahren zu integrieren.

 

Warum es ein derartiges Verfahren wie GREEN BRANDS heute braucht, erschließt sich unter anderem aus folgender Liste der „Ausschlusskriterien“ für die Nominierung:

 

        • • Waffen-/Kriegsgeräte-Erzeugung/-handel

       

        • • Kinderarbeit

       

        • • Energieunternehmen, sofern sie an Atomenergie-Unternehmen beteiligt sind

       

        • • Gentechnik

       

        • • Unternehmen/Produkte, die gegen den Artenschutz verstoßen (CITES Bestimmungen/Washingtoner Artenschutzübereinkommen)

       

        • • Tierversuche

       

        • • Nichteinhaltung der ILO Kriterien (Achtung der sozialen Gerechtigkeit sowie der Menschen- und Arbeitsrechte)

       

        • • Tabakindustrie

       

 

Jedes nominierte Unternehmen / jede Marke muss heute rund 60 Fragen beantworten, die vom Unternehmenszweck über die Anwendung von Umweltmanagement und CSR bis zu konkreten Angaben über Ressourcenverbrauch, Emissionen und Abfälle reichen und auch die Ebene der Bewusstseinsbildung im Unternehmen selbst, die Kommunikation mit dem Kunden und den Lieferanten mit umfasst. Wir meinen: Nur eine solch umfassende Bewertung rechtfertigt die Auszeichnung der Kandidaten als GREEN BRAND.

 

Transparenz schafft Vertrauen: Der Fragebogen und auch die Kriterien zur Bewertung des einzelnen Produkts oder Unternehmens sind selbstverständlich auf der Website von GREEN BRANDS jedem zugänglich. Und der Fragenkatalog eignet sich auch als Checkliste für Unternehmen, die heute sehen wollen, wo ihre Verbesserungspotentiale liegen.

Angesichts der Vielzahl, der Breite und der Tiefe der abgefragten Themen, ist es wirklich nicht einfach, die Benchmark von 51% zu überspringen, die erforderlich ist, um sich für das GREEN BRAND-Label zu qualifizieren. Das Verfahren erlaubt aber auch die Auszeichnung von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen mit dem GREEN BRANDS-Siegel, die in manchen Aspekten noch unter dem Durchschnitt liegen – solange sie auf Ganze gesehen deutlich positiv aufgestellt sind.

 

Ökologische Nachhaltigkeit muss Mainstream werden

 

Wir wissen aus Erfahrung, dass Nachhaltigkeit sich in kleinen Unternehmen anders darstellt als in großen und dass die strukturelle Nachhaltigkeit von kleinen Unternehmen oft nicht genügend gewürdigt wird und somit in der Bewertung nicht wirklich erfasst wird. Diesen Unternehmen fehlen oft die Erfahrungen und die Ressourcen, um die eigene Marke erfolgreich zu vermarkten und der Zugang zu den Medien. Allerdings waren es gerade diese kleinen Unternehmen, die als Pioniere Unglaubliches geleistet haben, um gegen alle Widerstände die vielen kleinen, grünen Pflanzen zu säen, die heute überall aus der Erde schießen.

Solche Unternehmen zu unterstützen, sie vor den Vorhang zu holen und ihnen dabei zu helfen, weitere und tiefere Beiträge zu echter Nachhaltigkeit – nicht nur im ökologischen, sondern auch im sozialen Umfeld – zu leisten, ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Es ist ein Beitrag, den tiefgreifenden Wandel in Richtung Nachhaltigkeit anzustoßen und in die Breite zu tragen. GREEN BRANDS leistet dazu einen wertvollen Beitrag in Deutschland, Österreich und demnächst auch in anderen Ländern. Weitere Schritte durch Unternehmen, Konsumenten und die Politik müssen folgen.“

 

 

Dr. Barbara Hendricks

Dr. Barbara Hendricks

ehemalige Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

GREEN BRANDS zeichnet Unternehmen und Produkte aus, die nachhaltiger sind als andere. Es sind Leuchttürme, die in die Richtung weisen, in die wir alle uns bewegen müssen: Gesellschaft, Wirtschaft, Verbraucherinnen und Verbraucher. Und zwar weltweit.

Unser Verbrauch an Energie, Metallen, Rochstoffen und die Erzeugung von Treibhausgasen sprengen die planetaren Grenzen. Ein „weiter so“ kann es nicht geben. Wohlstand und ein gutes Leben für alle Menschen ist nur möglich, wenn wir die Ressourcen der Erde nicht zerstören.

Oft zahlen die Beschäftigen in anderen Teilen der Welt mit schlechten Arbeitsbedingungen und mit ihrer Gesundheit den Preis für die Sonderangebote in unseren Läden. Die erschütternden Bilder eingestürzter maroder Fabrikhallen, in denen Kinder Bekleidung für unseren Markt zusammengenäht hatten, zwingen uns alle zum Nachdenken.

Die soziale Dimension der Nachhaltigkeit war schon vor 300 Jahren, als der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz den Begriff als Erster prägte, sichtbar: Durch den Raubbau an den Wäldern des Erzgebirges stand der Bergbau der Region vor einer Energiekrise. Das Holz wurde zur Befeuerung der Erzgruben und Schmelzhütten gebraucht und sie waren deshalb von der Schließung bedroht. Carlowitz schlug vor, nur so viel Holz zu schlagen, wie wieder nachwächst. Ein damals revolutionärer Vorschlag – und zugleich sehr modern.

Auch wir müssen umsteuern. Und wir wollen das auch endlich, sogar weltweit. Die Weltgemeinschaft hat am 25. September 2015 beim UN-Nachhaltigkeitsgipfel Ziele für eine nachhaltige Entwicklung beschlossen. Diese „Agenda 2030“ ist ein wichtiger Schritt hin zu einer gerechteren und umweltverträglicheren globalen Entwicklung. Sie ist ein Fahrplan für den Umbau unserer Wirtschafts- und Lebensweise. Aus meiner Sicht hat dieser Beschluss historische Bedeutung. Die Agenda 2030 liefert erstmals einen weltweit gültigen Aktionsplan mit konkreten Zielen für nachhaltige Entwicklung. Der Plan gilt ab 2016 für alle Länder –das heißt auch für uns in Deutschland und Europa.

Die gute Nachricht ist: Wir fangen keinesfalls bei null an!

Dies macht auch die GREEN BRANDS-Initiative deutlich, in dem sie Unternehmen und ihre Marken auszeichnet, die für einen neuen Weg stehen. Dass die Initiative dabei ein besonderes Augenmerk darauf legt, kleinere und mittlere Unternehmen zu fördern, das begrüße ich besonders. GREEN BRANDS steht in einer Reihe mit vielen anderen Projekten und Instrumenten, die einem gemeinsamen Ziel dienen.

Aber brauchen wir so viele Umweltzeichen für Produkte und Dienstleistungen? Zugegeben, es wird vielleicht etwas unübersichtlicher. Aber die Umweltzeichen sind wichtig. Denn nur wenn Verbraucherinnen und Verbraucher am Verkaufsort die Möglichkeit haben, sich für eine umweltfreundliche Alternative zu entscheiden, können sie nachhaltige Entscheidungen treffen. Für Anbieter grüner und fairer Produkte ist es eine zunehmende Herausforderung, die Vorteile der eigenen Produkte über ein Zeichen- und Zertifizierungssystem seriös und vertrauenswürdig zu bewerben. Die Bundesregierung unterstützt sie dabei und hat das Projekt „Siegelklarheit.de“ gestartet. Ziel der Plattform – sie ist derzeit noch im Aufbau – ist es, glaubwürdige Umwelt- und Sozialzeichen für Verbraucher und die öffentliche Beschaffung sichtbarer machen. GREEN BRANDS macht mit seinem Gütesiegel Engagement dort sichtbar, wo unternehmerisches Handeln in vorbildlicher Weise gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Nachhaltigkeit braucht Vorbilder. Auch deshalb sind Initiativen wie GREEN BRANDS wichtig: Sie machen Vorbilder sichtbar.

 

Dr. Christoph Leitl

ehemaliger Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKO); Wien

„Die Auszeichnung mit dem GREEN BRANDS-Gütesiegel honoriert die Verpflichtung zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit und ökologischer Verantwortung von Marken, Produkten, Dienstleistungen und Unternehmen, die nachweisbar ökologische Nachhaltigkeit praktizieren und somit unsere Anerkennung verdienen.

Die Marke ist daher ein entscheidender Schlüssel zum Markterfolg. Die ausgezeichneten GREEN BRANDS stellen einen zentralen Wert eines Unternehmens dar, denn sie machen eine Leistung, ein Produkt einzigartig und unverwechselbar. Dies ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen von Bedeutung, da diese sich selten einen Wettbewerb über den Preis leisten können. Rabatte und Sparpolitik führen zu kurzfristigen Erfolgen, eignen sich jedoch nicht für ein nachhaltiges, gesundes Wachstum. Hier werden die Attraktivität und die Emotionalität der Marke für den Kunden in Zukunft ausschlaggebend sein. Grünes Marketing muss authentisch sein: Nur wenn grüne Marken und Produkte als solche durch Fakten untermauert sind, ist das grüne Image für den Kunden wirklich glaubhaft.

Die GREEN BRANDS-Auszeichnung ist mir wichtig, da diese Unternehmen dadurch eine starke Motivation erhalten, ihre Verantwortung zu mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit weiterhin zukunftsorientiert wahrzunehmen. Diese Auszeichnung macht ihr gesellschaftliches Engagement für Dritte außerhalb des Unternehmens nachvollziehbar, spürbar und erlebbar.
In diesem Sinne gratuliere ich allen ausgezeichneten Unternehmen, die sich auf den nachhaltigen Weg gemacht haben.“

 

 

 

Prof. Dr. Maximilian Gege

Vorsitzender B.A.U.M. e.V.; Hamburg

„Für Konsumenten, Lieferanten und anderen Anspruchsgruppen wird das Engagement von grünen Unternehmen besonders durch deren sozial- und umweltverträgliche Produkte ersichtlich. Die Marke, das Aushängeschild des Produkts, ist daher ein wichtiges Instrument um die ökologischen Bemühungen öffentlich heraus zu stellen. Wer sich dabei lediglich ein grünes Mäntelchen umhängt, wird umgehend entlarvt. Interessierte Verbraucher sehen genau hin, wenn es darum geht, wie ernsthalft Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsstrategie tatsächlich voranbringen.

Eine Initiative wie GREEN BRANDS unterstützt diese Entwicklung, indem Marken vorgestellt werden, die besonders klimafreundlich, umweltgerecht und nachhaltig agieren und damit „grüne Marken“ sind. Mit dem GREEN BRANDS – Gütesiegel werden Unternehmen, Produkte, Initiativen und Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich glaubwürdig und nachweisbar für die nachhaltige Entwicklung unserer Wirtschafts- und Lebensweise, die Energiewende sowie für den Klimaschutz engagieren, diese ökologisch nachhaltige Strategie umsetzen und anderen gesellschaftliche Verantwortung vorleben. Dies führt zu einem hohen Wiedererkennungswert und erleichtert es den Verbrauchern diejenigen Marken zu identifizieren die für Umwelt- und Klimaschutz, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit stehen.

Mit GREEN BRANDS wurde ein wichtiges und einzigartiges Zertifikat geschaffen, das Unternehmen ermöglicht ihre „grünen Marken“ öffentlich zu präsentieren, dadurch ihre Absätze zu steigern und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zum Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu leisten. Darum unterstützt der Bundesdeutsche Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management diese Organisation nach besten Kräften.“